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APH Peteracker

Rechtsform und Machbarkeit

«Zukunft Alters- und Pflegeheim Peteracker»

Eine neue, von der Gemeinde losgelöste Rechtsform des Heims soll die Renovation des Altbaus und den Bau einer Demenzwohngruppe und Wohnungen mit Services ermöglichen. Die Gemeinde will Mehrheitseigner bleiben.

Der grosse Nachholbedarf im Liegenschaftsbereich des Pflegeheims und die neue Ausrichtung im Altersbereich in der Gesellschaft bedingen grundlegende Investitionen auf dem Areal Peteracker.

Mit der Gründung einer eigenständigen Rechtsform soll die Gemeinde Rafz nicht durch grosse finanzielle Investitionen belastet werden. Auch eine Überführung von Liegenschaften und Areal von der Gemeinde in eine neue Trägerschaft soll finanziell ausgeglichen gestaltet werden.

Trotzdem will die Gemeinde Mehrheitseigner bleiben, um die Geschicke des Heimes auch in Zukunft mitbestimmen zu können. Damit soll auch sichergestellt werden, dass die Wertschöpfung von Bau und Betrieb in der Region bleibt.

Auf dem Areal Peteracker entsteht in Zukunft ein Wohn- und Lebensraum für Menschen mit und ohne Unterstützungsbedarf. Menschen im hohen Alter sollen ihren Bedürfnissen entsprechend Unterstützung, Betreuung und Pflege erhalten. Ein Generationenmix auf dem Areal ist erwünscht!

Projektpräsentation

2 Videos Zukunft APH Peteracker, Rafz

1. Ausführlich: Gemeinsame Projektpräsentation zur Vernehmlassung

Dauer: 25 Minuten

Redner*innen:

Kurt Altenburger, Gemeindepräsident

Ursula Wischniewski, Gemeinderätin, Soziales und Gesundheit

Roman Neukom, Gemeinderat, Hochbau und Liegenschaften

Stephan Kunz, Heimleiter Alters- und Pflegeheim Peteracker und Projektleiter «Zukunft Peteracker»

2. Kompakt die wichtigsten Projektpunkte und -argumente

Dauer: 6 Minuten

Im Interview treffen Sie:

Kurt Altenburger, Gemeindepräsident

Ursula Wischniewski, Gemeinderätin, Soziales und Gesundheit

Roman Neukom, Gemeinderat, Hochbau und Liegenschaften

Stephan Kunz, Heimleiter Alters- und Pflegeheim Peteracker und Projektleiter «Zukunft Peteracker»

Downloads / Unterlagen zum Herunterladen

Projekt «Zukunft APH Peteracker»

Folgendes Informationsmaterial steht Ihnen zum Downloaden bereit:

Downloads

PPT-Präsentation Info-Veranstaltung vom Sept. 2021

Flyer Neubau 2026 vom Juli 2021

Vernehmlassung Zukunft Peteracker vom 27.05.2021

Häufige Fragen und Antworten (ausführliche Version)

PDF zum Download und Ausdruck (0.3 MB)

März 2021

Alters- und Pflegeheim Peteracker Rafz (APH);

Printversion: Projektinformationen / Einladung zur Vernehmlassung

PDF zum Download und Ausdruck (2 MB)

Gemeinderatssitzung vom 9. Februar 2021

Alters- und Pflegeheim Peteracker Rafz (APH);

Genehmigung Beleuchtender Bericht zur Überprüfung der Rechtsform und Zukunft des APH zuhanden der öffentlichen Vernehmlassung

PDF zum Download und Ausdruck (219 KB)

23.2.2021

Alters- und Pflegeheim Peteracker Rafz (APH);

Entwurf zur Verordnung über die Ausgliederung und Umwandlung des Alters- und Pflegeheims Peteracker in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft

PDF zum Download und Ausdruck (126 KB)

23.2.2021

Alters- und Pflegeheim Peteracker Rafz (APH);

Muster-Statuten der Wohnen und Pflege Peteracker AG

PDF zum Download und Ausdruck (161 KB)

23.2.2021

Alters- und Pflegeheim Peteracker Rafz (APH);

Muster-Leistungsvereinbarung zwischen dem Gemeinderat Rafz und der Wohnen und Pflege Peteracker AG

PDF zum Download und Ausdruck (122 KB)

Version vom 4.3.2021

Alters- und Pflegeheim Peteracker Rafz (APH);

Eignerstrategie APH Peteracker

PDF zum Download und Ausdruck (122 KB)

März 2021

Alters- und Pflegeheim Peteracker Rafz (APH);

PowerPoint-Präsentation: Projektinformationen / Einladung zur Vernehmlassung

PPT ausführbare Datei zum Download und Betrachten (2 MB)

Konzept Vision Alter vom 30.06.2018

APH Peteracker

PDF zum Download und Ausdruck (1.4 MB)

FAQs Fragen und Antworten

Wie soll das zukünftige Angebot aussehen und wer hat dies definiert?


Gemäss kantonaler Gesetzgebung ist die Gemeinde Rafz verpflichtet, für ein bedürfnisgerechtes und zeitgemässes Angebot im Altersbereich zu sorgen. Aus diesem Grund hat der Gemeinderat zusammen mit über sechzig Personen aus Rafz in den Jahren 2017 und 2018 einen vertieften Strategieprozess durchgeführt.

Folgende Angebote sollen gemäss dieser Strategie auf dem Areal Peteracker entstehen:

  • Wohnungen mit 24h-Service
  • Neue Pflegezimmer mit DU/WC im Zimmer
  • Angepasste Zimmer/Räume für die Palliativ-Pflege
  • Eine Demenzstation mit Demenzgarten
  • Weitere öffentliche Räume, inklusive Restaurant
  • Generationenübergreifende Aussenräume (Tierpark, Garten, Spielplatz, etc.)




Ist die Grösse des Projekts mit neu 56 Zimmern und 14 Wohnungen nicht zu gross geplant?


Innerhalb des Strategieprozesses wurde die Entwicklungsgrösse mittels verschiedener Indikatoren berechnet. Zum Beispiel wird sich die Zahl der Rafzerinnen und Rafzer über 85 Jahre in den nächsten zehn Jahren fast verdoppeln. Geplant wurde sehr zurückhaltend. Bei Bedarf besteht jedoch auf dem Areal die Möglichkeit, die Bauten mittel- oder langfristig zu erweitern.




Was wird neu gebaut oder erneuert?


Die heutigen Bestandesbauten sind zwanzig- und zum Teil vierzigjährig. Es ist eine grundlegende Erneuerung der Anlage nötig. Mit einbezogen wird die aktuelle und zukünftige Entwicklung im Altersbereich. Geplant sind Wohnungen mit Service, Einzelzimmer Pflege, Einzelzimmer Palliativ Pflege und eine Demenzstation mit Demenzgarten. Im Öffentlichen Bereich entsteht ein Restaurant, verschiedene Behandlungszimmer für Arzt, Physiotherapie, Massage, Podologie / Fusspflege, Coiffeur.




Was geschieht mit dem Gutsbetrieb?


Die Gemeinde Rafz hat bereits 2017 entschieden, den Gutsbetrieb ab 2024 nicht mehr weiter zu betreiben und hat daher den Pachtvertrag frühzeitig gekündigt. Der aktuelle Pächter kann die bisherigen Landwirtschaftsflächen weiter bewirtschaften.




Was passiert mit dem Grundstück? Geht dies an die neue Trägerschaft über oder wird das Land im Baurecht der neuen gemeinnützigen AG zur Verfügung gestellt?


Der Gemeinderat prüft im Moment beide Möglichkeiten. Wichtig ist die Feststellung, dass die Gemeinde immer im Besitz des Landes bleiben wird. Entweder direkt, so wie heute, oder indirekt, als Besitzer der gemeinnützigen AG. Ein Verkauf, neben der politischen Gemeinde durch, ist nicht möglich.




Warum wurde als Rechtsform für die neue Institution eine gemeinnützige Aktiengesellschaft gewählt?


Die Form der Aktiengesellschaft ermöglicht einen angepassten Betrieb mit der Möglichkeit der Veränderung. So könnten in Zukunft neue Gemeinden einfach der Gesellschaft beitreten, zum Beispiel über den Kauf von Aktien. Auch das Wirkungsgebiet könnte in Zukunft den Bedürfnissen der Rafzerinnen und Rafzer entsprechend einfach erweitert werden. Andere Rechtsformen sind da komplizierter. Die Gemeinnützigkeit stellt sicher, dass keine «Gewinne» ausbezahlt werden können und die Rückstellungen für den Betrieb verwendet werden.




Wer nimmt in Zukunft die Rechte der Aktionäre an der Generalversammlung wahr?


Das Aktienstimmrecht der Gemeinde Rafz wird durch den Gemeinderat wahrgenommen.




Wer wählt den Verwaltungsrat der «Wohnen und Pflege Peteracker AG»?


Der Verwaltungsrat wird an der Generalversammlung, also in diesem Fall durch den Gemeinderat Rafz gewählt.




Welche Rolle spielt die Gemeinde in Zukunft im Bereich der stationären Pflege und Altersbetreuung?


Der Gemeinderat Rafz nimmt an der Generalversammlung der «Wohnen und Pflege Peteracker AG» die Rechte der Gemeinde als 100 % Aktionär wahr und bestimmt in dieser Funktion die Statuten der gemeinnützigen AG, wählt den Verwaltungsrat und nimmt den Tätigkeitsbericht und die Jahresrechnung ab.

Gleichzeitig wird zwischen der Gemeinde Rafz und der neuen AG eine Leistungsvereinbarung abgeschlossen, welche die Aufgaben der AG definiert. Diese wird jährlich überprüft.

Gemäss den Statuten der neuen «Wohnen und Pflege Peteracker AG» nehmen auch Rafzerinnen und Rafzer im Verwaltungsrat der gemeinnützigen AG Einsitz.




Wurde auch ein Verkauf der Institution geprüft?


Innerhalb vom Projekt Zukunft Peteracker wurde auch ein möglicher Verkauf der Institution abgeklärt und in der zuständigen Arbeitsgruppe und im Gemeinderat diskutiert.

Gewichtige Gründe sprechen gegen einen Verkauf:

  • Einflussnahme zum Angebot und Ausführung nur noch über Leistungsvereinbarung möglich. Jede Leistung kostet.
  • Gewinnmarge von mindestens 10% für Investor.
  • Vergleichbare Produktepreise der «Privaten» in der Region massiv höher als im geplanten Projekt.
  • Private machen ihren Gewinn durch schweizweite Lieferanten, schweizweite Handwerker und Baufirmen. Die Wertschöpfung vom lokalen Gewerbe ginge massiv zurück.

Aus all diesen Gründen macht es keinen Sinn, einen Verkauf weiter zu prüfen.




Warum ist es sinnvoll, dass in Zukunft die neue «Wohnen und Pflege Peteracker AG» die Bauten finanziert, und nicht die Gemeinde über die Investitionsrechnung der Gemeinde? Die gemeinnützige AG gehört ja auch der Gemeinde?


Im Unterschied zu Schulgebäuden zum Beispiel, werden die Wohn- und Hotelleriekosten und Investitionen im Alters- und Pflegeheimbereich über die Taxen der Bewohnenden finanziert.

Neubaukosten werden zum Beispiel über 33 Jahre abgeschrieben. Verbleiben die sehr hohen Investitionskosten auf dem Areal Peteracker in der ordentlichen Investitionsrechnung der politischen Gemeinde, beeinträchtigt dies trotzdem die weiteren Gemeindeentwicklungsprojekte, wie zum Bespiel die geplante Schulentwicklung und weitere Investitionen in die Gemeindeinfrastruktur.




Gibt es weitere finanzielle Gründe, warum eine eigenständige Trägerschaftsform Sinn macht?


Die Institution Peteracker ist vom Charakter her schon heute eine KMU mit 60 Mitarbeitenden. Buchhaltung, Personelles, Verwaltung und Technik werden schon heute eigenständig vor Ort geführt.

Als Pflege- und Hotelleriebetrieb in einem regulierten aber doch freien Markt ist es wichtig, Grösse, Entwicklung und Betrieb zeitnah und kundengerecht an die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse der Rafzerinnen und Rafzer anpassen zu können. Nur dann ist eine gesicherte Finanzlage des Betriebes kurz-, mittel- und langfristig möglich.




Wie sieht die zukünftige Preisstruktur der Dienstleistung vom Peteracker aus?


Alle Pflege-, Hotellerie- und Betreuungspreise aller Alters- und Pflegeheime im Kanton Zürich werden jährlich über die Internetseite der Gesundheitsdirektion Zürich veröffentlicht. Im Vergleich der zukünftigen Preise im Peteracker (im 2026) mit den Heimen im Zürcher Unterland im Jahr 2019 liegt die Preisgestaltung im mittleren bis unteren Preissegment.




Wo bezieht die zukünftige «Wohnen und Pflege Peteracker AG» ihr Kapital für die Um- und Neubauten?


Die Investitionskredite werden am freien Markt durch die «Wohnen und Pflege Peteracker AG» aufgenommen.




Muss die politische Gemeinde in Zukunft allfällige Defizite der «Wohnen und Pflege Peteracker AG» decken?


Nein. Der Finanzplan 2030 sieht vor, dass nach Eröffnung der neuen Bauten jährliche Rückstellungen gut möglich sind. Negative Finanzereignisse (wie im Moment Corona oder eine massive Unterbelegung) müssten aus den jährlichen Rückstellungen beglichen werden.





Informationen zum Projekt sind erhältlich bei:

 

Stephan Kunz
Projektleiter und Heimleiter Alters- und Pflegeheim Peteracker

Telefon 044 879 16 16

Mail: stephan.kunz@peteracker.ch