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HWS Landbach

Hochwasserschutzprojekt

Hochwasserschutz Landbach

Mit der Inkraftsetzung der Gefahrenkarte Rafzerfeld wurde das Ausmass der durch den Landbach verursachten Hochwassergefährdung in der Gemeinde Rafz bekannt und publiziert. Die Gefahrenkarte zeigt deutlich auf, dass in weiten Teilen des Siedlungsgebietes ein Schutzdefizit besteht. Schätzungen der Gebäudeversicherung Kanton Zürich (GVZ) gehen von durch den Landbach verursachten Schäden an Gebäuden und Mobiliar zwischen CHF 10.8 Mio. (HQ30) und CHF 46.5 Mio. (HQ300) aus.

Ausgangslage

Das Siedlungsgebiet von Rafz ist aufgrund zu geringer Abflusskapazitäten an den Fliessgewässern stark hochwassergefährdet. Insbesondere die zu geringen Abflussquerschnitte am Landbach sowie die bestehende Dole unter der Landstrasse führen gemäss Gefahrenkarte zu grossflächigen Überschwemmungen im Dorfkern von Rafz (geringe und mittlere Gefährdung).

Die Hochwasser des Landbachs sind folglich für ein markantes Schutzdefizit im Siedlungsgebiet verantwortlich. Die Hochwasserereignisse HQ30 und HQ100 verursachen zum heutigen Zeitpunkt Schäden in der Grössenordnung von knapp CHF 11 Mio. resp. CHF 25 Mio. Die derzeitige Situation erfüllt die Anforderungen der Hochwassersicherheit des Kantons Zürich für Hochwasser nicht.

Zielsetzung

Mit dem geplanten Hochwasserschutzprojekt Landbach soll eine signifikante Risikoreduktion unter Wahrung des minimalen Schutzziels HQ100 für geschlossenes Siedlungsgebiet erreicht und dauerhaft gewährleistet werden.

Massnahmenplanung

Der Landbach in Rafz wird im Oberlauf auf ein HQ100 inkl. Freibord ausgebaut. Mobilisiertes Schwemmholz respektive Geschwemmsel wird im Ereignisfall vor dem Siedlungsraum in einem Retensionsraum zurückgehalten. Daran anschliessend wird ein Trennbauwerk zur Entlastung des Landbachs in einen kaskadenartigen Rückhaltebereich errichtet. Über das Trennbauwerk werden Abflüsse grösser als 1.2m3/s in ein Rückhaltebecken und bei Bedarf in zwei anschliessende Rückhalteräume im Kulturland ausgeleitet. Aufgrund der topographischen Gegebenheiten ist keine Rückführung in den Landbach mehr möglich. Das offene Gerinne des Unterlaufs, die daran anschliessende Eindolung durch das Dorf und der vorgesehene, parallel verlaufende Hochwasserentlastungskanal können die Restwassermenge nach dem Trennbauwerk schadlos durch das Sieldungsgebiet durchleiten.

 

Projektfortschritte

Downloads

aktuell keine Downloads vorhanden. Diese werden nach den Vernehmlassungen beim Kanton und Bund aufgeschalten.

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